Viskose

Cellulosefaser der Zukunft

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27/2017 - 2017

Den Elefantenanteil an Celluloseregeneratfasern hat die Viskosefaser inne, das heißt, sie findet mit Abstand den mengenmäßig größten Absatz. Durch konsequente Umsetzung von Maßnahmen zur Reinhaltung der Luft und des Wassers kann die früher umweltbelastende Viskosefaserherstellung heute umweltschonend ablaufen.

Viskose zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Klimatisierungsfunktion aus. Je nach Warenkonstruktion haben Artikel aus Viskose aber deutliche Probleme bei der Dimensionsstabilität. Daher wird Viskose z. B. bei Damenoberbekleidung häufig unter Beimischung von Polyester veredelt, beide Fasern ergänzen sich hervorragend.

Für die Veredlung von Viskosefasern sind gegenüber Baumwolle folgende Fasereigenschaften zu beachten:

  • Hohe Neigung zur Faltenbildung
  • Schnelle Farbstoffaufnahme, geringe Farbstoffmigration
  • Hohe Substantivität für viele Reaktivfarbstoffe
  • „Nassstarre“ bei niedriger Flottentemperatur
  • Hohes Wasserrückhaltevermögen
  • Niedrige Nassreissfestigkeit unter alkalischen Bedingungen

Bei der Veredlung von Viskosefasern ergeben sich aufgrund der spezifischen Fasereigenschaften einige verfahrenstechnische Besonderheiten.

In der Broschüre werden einige Beispielrezepturen aus der Praxis für die Veredlung unterschiedlicher Aufmachungsformen der Viskosefaser benannt.

Gerald Walek aus "Zellulose statt Baumwolle" - FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND vom 8.7.2011:

"Aufgrund des jüngsten Preisanstieges bei Baumwolle sind Zellulosefasern jetzt eine sehr interessante und günstige alternative Materialquelle für die Bekleidungsindustrie. Auch aus Gründen der Nachhaltigkeit ist Baumwolle aufgrund des hohen Verbrauchs von Wasser und Pestiziden problematisch. Demgegenüber werden Zellulosefasern aus Holz gewonnen, einem nachwachsendem Rohstoff. Der Markt für Zellulosefasern sollte sich bis 2030 ungefähr verdoppeln".

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